Argentinien (3): Mit den Aliens feiern bis die Sintflut kommt!

Von Rosario nach Córdoba geht es wieder hunderte Kilometer durch flaches Graßland, wenigstens kommt es mir in den 6 Stunden im Busfahrt so vor. Eigentlich bin ich ja wegen der Berge nach Südamerika gekommen, aber es scheint als hätte die Landschaft zwischen Buenos Aires und Córdoba keinen einzigen Hügel zu bieten. Nach sechs Stunden – gegen 21:00 Uhr – kommen wir endlich in der Studentenstadt an. Das Turning Point Hostel, in dem wir unterkommen wollen, liegt nur ein paar Blocks vom Busbahnhof entfernt und hat einiges zu bieten: Schöne Zimmer, einen tollen Aufenthaltsraum und vor allem Hängematten in den kleinen Innenhöfen. Fazit: Super sympatisch.

Zwar sind wir alle erschöpft, trotzdem gönnen wir uns noch ein gemütliches Bier auf der Terasse, bis Marwin vorschlägt noch wegzugehen. Gegen Mitternacht machen wir uns auf und treffen eine Freundin aus seiner Freiwilligen – Zeit in Jujuy. Es gibt Schnaps, der irgendwie wie Martini schmeckt und Wein aus dem Tetrapak. Vor allem den Vino werden wir alle bereuen. Erst gegen 4 Uhr Morgens schaffen wir es schließlich in einen Club nur ein paar Blocks weiter. Ohne unsere einheimische Begleitung würden wir in der vollen Disko wohl auffallen, wie Eisbären im Affengehege, aber wir kommen nicht wirklich dazu, uns darüber Gedanken zu machen. Es scheint als würden die Argentinier auch nicht wirklich länger feiern, als wir zuhause in Deutschland. Um 5 Uhr geht das Licht an und wir werden halb freundlich nach draussen komplementiert. Als wir wieder in unserem Hostel ankommen ist es sieben Uhr Morgens und ich schreibe den folgenden Tag schon mal vorrauschauend ab.

Der Tag darauf ist ruhig, es wird viel gelesen und geschlafen, wir Jungs haben es auch bitter nötig. Abends beschließen wir trotz aller Müdigkeit, am nächsten Tag eine Tagestour in die Sierra de Córdoba zu unternehmen. Eine Region nur etwas 100km von der Stadt entfernt und angeblich sehenstwert.

Am nächsten Morgen fahren wir also schon wieder Bus. Im Hostel hieß es noch, wir würden ungefähr zwei Stunden nach Capilla del Monte brauchen. Die Stadt liegt am Fuße des Berges, den wir besteigen wollen, dem sagenumwobenen Cerro Uritorco. Doch der Bus braucht anders als vermutet, knapp drei Stunden bis in das Nest in den Bergen. Gegen 13:00, eine Taxifahrt und 150 Pesos Eintritt später geht es endlich los. Das einzige Problem: Wir müssen einen bestimmten Punkt auf dem Weg vor 14:30 passieren. Oder mit anderen Worten: ¨Chicos, ihr habt jetzt knapp 1,5 Stunden für 500 Höhenmeter, also haltet euch ran.¨ Nur knapp 15 Minuten vor unser Deadline passieren wir das kleine Häusschen, an dem uns die Ranger nicht einmal eine kleine Pause gönnen, sondern uns winkend und rufend direkt weiter Richtung Gipfel scheuchen. 400 Höhenmeter und 45 Minuten später stehen wir schließlich auf dem Cerro Uritorco, der für UFO – Sichtungen und Begegnungen mit Außerirdischen bekannt ist. Allerdings sprechen alle Aliens auf dem Gipfel aus irgendeinem Grund Spanisch und unbekannte Flugobjekte sind keine unterwegs. Immerhin: Die Aussicht ist fantastisch, auch wenn sich sehr viele Menschen auf dem Gipfel – Plateau tummeln.

Am Tag darauf regnet es wie in strömen und niemand bewegt sich weiter als zum Rauchen auf die überdachte Terasse. Deshalb haben wir auch noch nicht wirkich viel von Córdoba gesehen, obwohl  die Stundentenstadt einige sehr interessante Ecken haben soll.

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