Argentinien: Reise – Impressionen Südamerika (2)

 

Buenos Aires haben wir mittlerweile verlassen. Als Zwischenstop auf dem Weg nach Córdoba war Rosario auserkoren, was sich aber nicht unbedingt gelohnt hat. Irgendwie wurde uns die Stadt nicht gerecht. Schon die Taxifahrt Richtung Unterkunft war unangenehm. Da die meisten Taxler hier auf das billige Erdgas schwören, hat wegen der Flasche keiner von ihnen Platz in seinem Kofferraum. Zu viert mussten wir uns also in einen kleinen VW Suran quetschen und die Rucksäcke über uns stapeln. Rosario an sich: Laut, übervoll und igendwie unsympatisch. Das lag vor allem an unserem Hostel. Auf den ersten Blick schien zwar alles in Ordnung zu sein, es stellte sich allerdings schnell heraus, dass das ganze Haus doch ziemlich ¨ranzig¨ war. Am unangenehmsten: Die Waschräume vermittelten uns was Gregor so treffend als ¨Festival – Feeling¨ bezeichnete.

Rosario war also von vorn herein schon nicht wirklich überzeugend. Am Abend wollten wir trotz allem schön essen gehen, bevorzugt in einem traditionellen argentinischen Restaurant. Gregor und ich entschieden uns für eine Fleischplatte. Das Problem an der Sache: Wir bestellten eine ¨Parilla¨, ein Gericht, das ausschließlich aus Innereien zu bestehen scheint. Vor allem Marwins und meinem dürftigen kulinarischen Vokabular war es zu verdanken, dass wir Darm, Niere, Blutwurt und Hirn auf unseren Tellern vorfanden. Fast unberührt mussten wir die Delikatessen wieder zurück geben – ein großer Fehler!

Ein paar interessante Sehenswürdigkeiten hat Rosario allerdings doch zu bieten. Am beeindruckendsten: Das Belgrano – Monument. In Rosario hat man keine Mühen und Kosten gescheut, um an den Kriegshelden und Vater der argentinischen Nationalflagge zu erinnern. Um einen knapp 50 Meter hohen Turm stehen aufwendige Skulpturen mitten im Zentrum der Stadt. Als wäre das noch nicht genug, führen breite Stufen auf eine Konstruktion zu, die irgendwie an das Brandeburger Tor erinnert. In der Mitte des Torbogens brennt ein großer Feuertopf. Im ganzen wirkt das Bauwerk irgendwie magisch, oder eher mystisch.

Bevor wir Rosario den Rücken kehren, mussten wir uns noch die zweite Hauptattraktion der Stadt anschauen. Das Geburtshaus von Ernesto Rafael Guevara de la Serna – Rufname ¨Che¨ – ist wohl einer der wichtigsten Orte in Rosario und eine Art Must – See. Allerdings ist das Haus an sich nicht wirklich spektakulär, allein die Tatsache, dass der marxistische Revolutionär und Guerilla – Führer hier geboren wurde, macht es sehenswert.

Mittlerweile sind wir schon in Córdoba angekommen, allerdings gibt es hier noch nicht wirklich viel zu berichten. Auch Bilder aus Rosario werden nachgeliefert, sobald wir wieder einige Minuten Zeit haben.

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