Strände der Karibik – Kolumbien (6)

Auf der Suche nach dem Paradies in Kolumbien? Palmen, Meer in den verschiedensten Farben und Holzhütten, so stellt man sich einen Strand in der Karibik vor. Meine Tipps rund um Baranquilla, regelmäßig aktualisiert….

Kilimanjaro – Puerto Colombia

Das Problem an Baranquilla ist, dass die Stadt selbst keinen Strand hat. Allerdings kommt man vom Zentrum relativ bequem mit einem Bus nach Puerto Colombia, das nächstgelegene Städtchen an der Küste. Kurz nach dem Ortseingang liegt auch das das Hotel Pradomar. Den Hotelstrand zu betreten kostet zwar 5000 Pesos, dafür stehen Liegestühle und Sonnenschirme bereit und der Strand ist einigermaßen aufgeräumt. Außerdem muss man sich dank des effizienten Service nicht einmal bewegen, wenn man ein Bier möchte.

Playa Blanca – Halbinsel Baru

Nicht weit von Cartagena liegt einer der schönsten Strände, die ich je gesehen habe. Wie schon der Name verspricht ist der Sand strahlend weiß und das Meer schimmert in den verschiedensten Blautönen. Natürlich lockt ein Strand wie dieser viele Touristen an und hat sich für die Einheimischen zu einer Art Goldgrube entwickelt. Von der einfachsten Hängematte bis zum Hotelzimmer findet man am Playa Blanca alles, zu meistens recht vernünftigen Preisen. Die Gebäude sind fast ausnahmslos aus stabilem Bambus und Palmenwedel – Pavillons spenden den ganzen Tag über Schatten. Eigentlich könnte man sich einfach einen möglichst bequemen Plastikstuhl schnappen und sich den ganzen Tag nicht bewegen. Ambulante Verkäufer mit Getränken, Früchten und allerlei anderen Leckereien sorgen dafür, dass man nie auch nur den kleinsten Anflug von Hunger oder Durst verspüren muss.

Der Strand ist von Cartagena aus über Land und über Wasser zu erreichen. Busse und Taxis sind zwar die günstigere Variante, allerdings sicherlich auch die unbequemere. Die Reise dauert mindestens zwei Stunden, man muss zwei verschiedene Stadtbusse nehmen und die holprige Fahrt mit einem Mototaxi über eine staubige Lehmpiste ertragen. Die Fahrt auf dem Wasser in einer Nussschale, die von zwei starken Motoren angetrieben wird, ist normalerweise um einiges gemütlicher. Bei entsprechendem Wellengang kann sie aber auch extrem abenteuerlich und nass werden. Außerdem kosten Hin – und Rückfahrt zusammen mindestens 50 000 Pesos (14 Euro) und die Firmen in Cartagena lassen kaum mit sich verhandeln.

Wer genug vom Chillen am Strand hat, kann Morgens auf eines der Boote klettern, die eine Rundtour um die nahegelegenen Inseln anbieten. Die Tour an sich kostet eigentlich 30 000 Pesos, wer clever handelt, fährt aber auch problemlos für 15 000 mit. Das spektakulärste sind wohl die vielen kleinen Inseln, die man vom Boot aus bestaunen kann. Leider sind alle in Privatbesitzt und beherbergen entweder Ferienhäuser oder teure Hotels. Nur eine gehört sicher dem kolumbianischen Staat. Das Eiland, auf dem mittlerweile nur noch ein verfallenes Haus zu sehen ist, in dem verschiedene Vögel eine Brutstätte gefunden haben, war Eigentum von Pablo Escobar.

Palomino – Finca Escondida

Palomino ist eigentlich der Name eines kleinen Dorfes nördlich von Santa Marta. Am besten ist es, direkt im Terminal de Transporte im Süden von Baranquilla nachzufragen und einen Direktbus zu nehmen. Zuerst nach Santa Marta zu fahren und dort einen Bus nach Palomino zu suchen ist nicht nur umständlicher, sondern auch um Einiges teurer.

Man sollte sich Palomino auf keinen Fall vom ersten Eindruck vermiesen lassen. Die staubige Straße und die halb verlassene Tankstelle an der der Bus hält, wirken erstmal abschreckend, doch der wunderschöne und ruhige Strand ist nur einen knappen Kilometer entfernt. Wer endlich mal für einige Stunden abschalten will, ist hier sicherlich richtig. Zu tun gibt es nicht wirklich viel. Die Hauptattraktion des Ortes ist wohl das „Rivertubing“, was allerdings um einiges spektakulärer klingt, als es ist. Eigentlich lässt man sich hier nur in zweckentfremdeten Autoreifen langsam und gemütlich auf dem Rio Palomino durch den Dschungel treiben. Es lohnt sich aber trotzdem! Hostel Tipp: Das Finca Escondida Hostel hat wirklich den besten Fisch (Lonely Planet) und die bequemsten Hängematten, die mir bisher untergekommen sind.

Strongly Recommended: Tayrona Nationalpark

Der Tayrona Nationalpark ist definitiv einer der must-see Spots in Kolumbien und bei Einheimischen wie Touristen sehr beliebt. Kein Wunder: Wunderschöne, kilometerlange Sandstrände und die beinahe unberührte Natur locken nicht nur Abenteurer und Naturfreaks. Wer bereit ist ein paar Minuten am Meer entlang zu laufen, stößt auf menschenleere Strände und kann ungestört dieses karibische Paradies genießen. Die 42.000 Peso (8000 für Studenten) Eintritt lohnen sich also in jedem Fall.

El „Parque Tayrona“ ist nicht nur wunderschön, sondern auch relativ einfach zu erreichen. Von Santa Marta aus fahren eigentlich zu jeder Tageszeit Busse, die direkt beim Eingang des Reservats halten. Auch die Busse, die von Baranquilla nach Riohacha fahren, lassen Urlauber direkt dort aussteigen. An den Stränden, die im Park für Touristen zugänglich sind, gibt es mehrere kleine Lodges. Hängematten sind am Cabo de San Juan, dem zurecht beliebtesten Strand im Park, ab 20.000 Pesos (5 – 6 €) zu haben und auch für Verpflegung und das ein oder andere Bier am Abend ist gesorgt.

Costeño Beach

Nur zehn Kilometer weiter an der Küste stehen am Straßenrand zwei eher unscheinbare Schilder. Sie weisen den Weg zu zwei Hostels direkt am Strand. „Costeño Beach“ und „La Brisa Tranquilla“. Vor allem bei Surfern sind die beiden Lodges unter Palmen sehr beliebt, allerdings muss man nicht unbedingt surfen, um es sich hier gut gehen zu lassen. Auch hier kostet die Hängematte 20.000 Pesos und die Gerichte aus der kleinen Küche im „Costeño Beach“ sind vom allerfeinsten. Hier ein paar Tage am Strand zu verbringen, ein gutes Buch zu lesen und sich immer wieder im Meer abzukühlen, ist Entspannung pur.

Casa GRande Surf

Nur ein paar Minuten vor Costeño Beach liegt das Casa Grande Surfcamp. Auch ein sehr schöner Strand der Karibik, der allerdings nicht ganz an Costeño heran kommt. Zwar ist das Essen hier auch lecker, der Strand und die Palmen atemberaubend und das Meer wild aber erfrischend, doch an die Perfektion meines Lieblingshostels an der kolumbianischen Küste kommt es nicht ganz heran. Trotzdem kann man auch im Casa Grande problemlos einige schöne Tage verbringen. Für Surfer und solche die es gerne werden wollen, scheinen die Wellen hier sogar besser.

#Beaches here in #Colombia not getting any worse! #instachill #instatravel #visitcolombia

Ein von Tobi Karrer (@tobiontour) gepostetes Foto am